Kamptal

Klima und Bodenbeschaffenheit sind die überwiegenden Faktoren, die den Charakter eines Weines bestimmen. Der Geschmack des Kamptales kommt am eindrücklichsten bei den beiden Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling zur Geltung. Deshalb dürfen auch nur genau definierte Weine dieser beiden Sorten die staatlich kontrollierte Herkunftsbezeichnung „Kamptal DAC“ tragen (DAC = “Districtus Austriae Controllatus”).

Mit „Kamptal DAC“ bezeichnete Weine müssen einen Alkoholgehalt von 12 bis 12,5 Volumprozent Alkohol aufweisen, Weine mit der Bezeichnung „Kamptal DAC Reserve“ 13 % Alkohol oder mehr. „Kamptal DAC“-Weine sind trockene, aus Grünem Veltliner oder Riesling gekelterte Weine. Weine der Kategorie „Kamptal DAC Reserve“ müssen neben ausgeprägter Gebiets- und Sortenaromatik mit einer kräftigen Stilistik aufwarten, dicht und lang im Abgang sein. Ein zarter Botrytis- und Holzton ist hier – im Gegensatz zu „Kamptal DAC“ – zulässig und durchaus erwünscht.

Weingut Jurtschitsch

Das Weingut Jurtschitsch steht seit langem nahezu idealtypisch für höchste österreichische Weinkultur. Seit geraumer Zeit leiten Alwin und Stefanie Jurtschitsch nun die Geschicke des Weingutes und interpretieren den Anspruch auf Spitzenwein auf ihre Weise neu.

Für die beiden bedeutet das, möglichst authentische, komplexe und terroirspezifische Weine mit kühler, eleganter Stilistik zu vinifizieren - also den Langenloiser Lagen individuell Ausdruck zu verleihen. Neue Parameter, die in Wirklichkeit auf alte Traditionen zurückgehen, bilden die Grundlage hierfür: biologische Wirtschaftsweise, gesunde Böden, minimale Eingriffe im Keller und immer wieder das Experimentieren, um dem unerschöpflichen Reichtum der Weinwelt auf der Spur zu bleiben.

Als Alwin und Stefanie 2008 die Leitung des Weinguts übernommen haben, war ihre erste Grundsatzentscheidung die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung. Zuvor sind die beiden auf ihren Reisen durch die Weinwelt zur Überzeugung gelangt, dass es nicht nur ein ethisches Prinzip ist, nachhaltig zu arbeiten, sondern dass ein weiterer Qualitätssprung nur über gesunde Böden und Reben führen kann. So wird als Dünger Kuhmist ausgeführt; Bodenbegrünung ist ein wichtiges Thema, ebenso das Durchbrechen der Monokultur "Wein" durch die Auspflanzung von Pfirsichbäumen und Weingartenknoblauch. Langfristiges Ziel ist es, auf Bewässerung zu verzichten, indem die Reben so gesund und so autonom wie möglich gemacht werden. Gesunde Reben sind aber nicht nur widerstandsfähiger, sie bringen auch intensivere Weine hervor.


GrüVe

 

Seit 1987 liegt die Gestaltung des Etiketts in den küstlerischen Händen von Christian Ludwig Attersee. 28 grandiose Motive versprühen die einzigartige Leichtigkeit des Weines.

Werden des Weines
Die Trauben wurden im Oktober selektiv von Hand gelesen, sorgfältig gerebelt und mit sehr geringem Druck gepresst. Ohne jeglichen Einsatz von Pumpen fließt der geklärte Most vom Presshaus in den darunterliegenden Naturkeller und wird in gekühlten Edelstahltanks bei ca. 18°C langsam vergoren. Damit werden vor allem die zarten Duft- und Aromastoffe gefördert. Die Frische und die Frucht des Veltliner Klassikers werden durch den Ausbau im Stahltank unterstrichen.


Grüner Veltliner Stein Kamptal DAC

Unser Grüner Veltliner Stein beeindruckt durch sein präzises und ausgewogenes Spiel von Würze und Frucht. Reife Äpfel und eine feine kräutrige Nase. Frische und Pfeffrigkeit setzen sich am Gaumen fort. Die feine Säurestruktur verleiht dem Wein Länge und Frische.

Werden des Weines 
Handlese Anfang Oktober, 12 Stunden Maischestandzeit, vinifiziert im Edelstahl, sanfte Battonage auf der Feinhefe. Der Grüne Veltliner Stein, ist ein typischer Kamptaler. Die Trauben stammen ausschließlich aus hochgelegenen Bergweingärten. Gewachsen auf den Urgesteinsböden der Terrassenlandschaft, rund um den Ort Langenlois, widerspiegelt der Wein die Kamptaler Würze, Kühle und Mineralität. Ein traditioneller Grüner Veltliner, bodenständig aber mit Präzision und Trinkfreudigkeit. Anfang Oktober wurden die Trauben reif aber nicht überreif per Hand gelesen und im kühlen Naturkeller langsam vergoren. 

 


Grüner Veltliner Loiserberg Kamptal DAC Reserve

Die sehr steilen und kargen Terrassen des Loiserberg liefern die besten Voraussetzungen für einen Ideal-Veltliner mit ausgeprägtem Charakter, tiefer Fruchtigkeit und eleganter Mineralik.

Die Lage Loiserberg
Der süd-bis-südostseitig gelegene kristalline Gesteinsboden (Gföhler Gneis) mit besonders dünner Humusauflage bietet den Reben eine sehr karge Unterlage, sodass die Wurzeln tief in den felsigen Untergrund eindringen müssen, um die erforderlichen Nährstoffe zu beziehen. Diese erschwerte Nährstoffaufnahme führt zu Weinen mit sehr ausgeprägtem, vielschichtigem Charakter und tiefer Fruchtigkeit.
Der Loiserberg ist die westlichste Erhebung in Richtung Waldviertel und genießt damit ein ganz besonderes Mikroklima: Während seine sonnenexponierten Terrassen als Hitzepol bekannt sind, werden hier die Reben gleichzeitig und ständig von kühleren Winden aus dem raueren Waldviertel umspült. Dieser Mix aus warmer und kühler Luft ist für die Ausprägung der Aromatik besonders hilfreich, wodurch sogar exotische Noten erreicht werden.